„Abpfiff“ an der Erich Kästner-Schule Oberursel
– Feierliche Verabschiedung der Abschlussjahrgänge in der Stadthalle Oberursel
Montag, 22. Juni 2026
Mit Musik, bewegenden Worten und vielen persönlichen Erinnerungen verabschiedete die Erich Kästner-Schule Oberursel, kooperative Gesamtschule mit gymnasialen Eingangsklassen, ihre Abschlussjahrgänge im festlichen Rahmen in der Stadthalle Oberursel. Insgesamt wurden ca. 160 Schülerinnen und Schüler aus zwei Hauptschulklassen, drei Realschulklassen, sowie erstmals einer gymnasialen Abschlussklasse feierlich entlassen.
Den musikalischen Auftakt gestalteten die Bläserklassen 5 und 6 unter der Leitung von Andreas Schaller. Das Ensemble sorgte mit ihren Beiträgen für einen stimmungsvollen Beginn.
Durch das abwechslungsreiche Programm führte souverän Philipp Günther, Lehrkraft der Schule. Er begleitete die zahlreichen Gäste, Eltern, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler durch den Abend.
Die Schulleitungsmitglieder Nicole Holy und Wiebke Stüben eröffneten den Abend mit einer Rede, in der sie das Publikum mit auf eine Flugreise durch die Schulzeit der Absolventinnen und Absolventen nahmen: Vom ersten „Einchecken“ an der Schule über zahlreiche Zwischenstopps, unterschiedliche Reiseziele und manche Turbulenzen bis hin zum heutigen „Auschecken“ wurden die vergangenen Jahre vor dem geistigen Auge des Publikums lebendig. Lehrkräfte und Eltern beschrieben sie als verlässliche Flugbegleiter, die Orientierung gaben, Sicherheit vermittelten und die Schülerinnen und Schüler auf ihrem nicht immer einfachen Weg unterstützten.
Nun beginne die nächste Etappe – mit neuen Zielen, Herausforderungen und Möglichkeiten. Zum Abschluss gaben die Rednerinnen ihren Schülerinnen und Schülern einen Satz vom Namensgeber der Schule Erich Kästner mit auf den Weg, der in der Zukunft hilfreich sein könne: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Verbunden wurde dies mit den besten Wünschen für den weiteren Lebensweg.
Es folgten die Grußworte der Schulelternbeirätin Sinem Karakas sowie Marion Weisse, die, stellvertretend für den Förderverein, den Absolventinnen und Absolventen zu ihren Leistungen gratulierten und den Dank an Familien und Lehrkräfte hervorhoben. Der Vorsitzende von Justament Sven Krailing, Bildungsprojekt für internationale Jugendarbeit, würdigte die beeindruckende Entwicklung der jungen Menschen und betonte, wie sehr sie in den vergangenen Jahren an Persönlichkeit, Selbstbewusstsein und Kompetenzen gewonnen hätten.
Besonders persönlich wurde es bei den Beiträgen der Abschlussklassen und ihrer Klassenleitungen. Erinnerungen an gemeinsame Jahre, Klassenfahrten und besondere Erlebnisse standen dabei im Mittelpunkt. Viele Bilder und Geschichten führten die Gäste noch einmal nach Lissabon, Wien, Barcelona und Mailand – Städte, die für viele der Jugendlichen unvergessliche Erinnerungen bereithalten.
Auch die Klassenlehrkräfte Andrea Schlosser (9H1), Kerstin Müller-Busold (9H2), Andreas Voglis (10R1), Joanna Leussidis (10R2), Amela Vucic/ Julian Stey (10R3) und Lorena Cerrato (10G1) blickten auf die gemeinsame Zeit zurück. Sie berichteten von gewachsenen Beziehungen, von Schülerinnen und Schülern, die durch die Herausforderungen der Pubertät begleitet wurden, von Erfolgen, Rückschlägen und vielen gemeinsamen Erfahrungen. Immer wieder zog sich dabei ein Gedanke durch die Beiträge: der Zusammenhalt innerhalb der Klassen, der respektvolle Umgang miteinander und dass die Basis für Bildung Beziehung ist.
Einen Höhepunkt der Feier bildete die Rede des Schulleiters Julian Stey. Mit Blick auf die zeitgleich stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexico und Kanada vergleicht er die Schulzeit mit einem großen Turnier. Es gebe Siege und Niederlagen, Phasen mit hohen Erwartungen und Momente, in denen Durchhaltevermögen gefragt sei. „Jede Position und jede Rolle ist wichtig und wertvoll. Eine Mannschaft gewinnt nicht alleine“, betonte er.
Lehrkräfte beschrieb er als Mentalcoaches, Krisenmanager und Talententwickler, Eltern als verlässliche Unterstützer am Spielfeldrand. Das Zusammenwirken des Teams bei großen Turnieren zeigten immer wieder, dass Menschen über sich hinauswachsen können – und genau das haben auch die Absolventinnen und Absolventen in den vergangenen Jahren bewiesen.
Zum Schluss gab er den Absolventinnen und Absolventen in diesem Kontext noch ein wichtiges Leitbild mit und hob in dem Zusammenhang die Bedeutung des VAR – Video Assistant Referee – dem Videobeweis – beim Fußball mit auf den weiteren Weg. Dieser könne auch im Leben helfen, bei wichtigen Entscheidungen zu stoppen, abzuwarten, bewusst innezuhalten und dann eine gute, durchdachte Entscheidung zu treffen.
Mit den Worten „jetzt ist Abpfiff!“, leitete der Schulleiter zum feierlichen Höhepunkt über: der Übergabe der Abschlusszeugnisse. Darüber hinaus wurden die besten Abschlüsse durch das Schulleitungsteam und den Förderverein besonders ausgezeichnet und geehrt.
9H1 Elif Eren – 1,8
9H2 Mohammad Subhan Ahmadi – 2,0
10R1 Jonathan Müller – 1,0
10R2 Mia Erbel – 1,4
10R3 Dominic Udoh – 1,7
10G1 Tessa Raigrotzky – 1,1
Nach dem offiziellen Teil nutzten viele Gäste die Gelegenheit für Gespräche, Erinnerungsfotos vor feierlicher Kulisse und gemeinsames Feiern. Stolze Eltern, glückliche Absolventinnen und Absolventen sowie zufriedene Lehrkräfte blickten auf einen besonderen Abend zurück. Ein Lebensabschnitt ging zu Ende – und gleichzeitig bereiten sich die jungen Menschen nun auf den nächsten Anpfiff in einem neuen Setting vor. Die Schulgemeinde ist zuversichtlich und wünscht alles Gute!


